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Trotz Schietwetters und Intrigen der DB – Bundesrunde der 63. Matheolympiade in Flensburg

Die letzten beiden Schultage nach Notenschluss sind die entspanntesten – in diesem Jahr aber nicht für alle! Am 6. Juni 2024 sind fünf Schüler unserer Schule: Cornelius Fabisch (8A), Emil Rathje (8C), Vladislav Maiorov (9B), Marie Lindner (10B) und Ambrosius Göttsch (12) nach Flensburg gefahren, um an der Bundesrunde der Mathematik-Olympiade teilzunehmen. Doch die Deutsche Bahn hatte offensichtlich etwas dagegen – alle Züge zwischen Hamburg und Flensburg fielen aus. Zum Glück hatten wir etwas Pufferzeit und verpassten die Eröffnung und die Aufnahme der Mannschaftsfotos deswegen nicht.

Das Team Thüringen mit den Betreuern aus Ilmenau und Jena: Martin Kesting (links) und Dr. Lucas Geitel (rechts)


Nach dem Abendessen in der Mensa der Europa-Universität gingen alle Teilnehmer ins Hotel, um sich auf die morgige 4,5-stündige Klausur vorzubereiten.

Im Klausurraum


Nach so viel anstrengender Arbeit muss sich das Gehirn ein bisschen entspannen – dafür ist das Rahmenprogramm da! Fußball, Spaziergang auf dem Meeresstrand, Kochkurs – das waren noch nicht alle Workshops, die die Zeissianer am ersten Tag besuchten.

Emil beim Kochen


Am zweiten Tag der Olympiade frühstückten wir schon um 6.30 Uhr in der Cafeteria des Hotels – die zweite Klausur musste auch geschrieben werden! Nach dem Ende der Klausur und der spannenden Diskussion über die Aufgaben des zweiten Tages ist uns ersteinmal aufgefallen, dass drei von uns schon abreisen mussten – keiner wollte die Klassenfahrt nach London verpassen! Trotz des Verlustes ihrer Kameraden hatten Vladislav und Ambrosius den Mut, an den ausgewählten Workshops des zweiten Nachmittags teilzunehmen… Oder auch nicht. Wegen des für das Meer typischen Wetters konnten alle sportlichen Aktivitäten nicht stattfinden und so musste statt Calisthenics das Museum Phänomenata besucht werden.

Nach dem Abendessen war der Tag noch lange nicht zu Ende – gleich im Anschluss konnten wir bei einem Begegnungsabend die Mannschaften aus den anderen Bundesländern bei verschiedenen Spielen, Eis und Getränken besser kennenlernen. Aber alle guten Dinge haben ein Ende, und so musste das Team Thüringen wieder zurück in die Universität, um die korrigierten Klausuren abzuholen und die von Herrn Dr. Geitel und Herrn Bader betreuten Einsprüche einzureichen. Damit war der Tag endlich vorbei – aber nur theoretisch. Denn danach teilte sich die Mannschaft in zwei Grüppchen – die, die am Ende des langen Tages noch viel Energie hatten, wanderten noch in Richtung Dänemark und die andere Hälfte blieb in der Uni, um noch etwas Zeit miteinander verbringen zu können. So kamen wir alle erst gegen 0 Uhr wieder im Hotel an… Um am letzten Tag der Olympiade morgens wieder so frisch wie möglich zu sein. Direkt nach dem Frühstück sind wir in die Konzerthalle der Uni gekommen.

Begrüßt wurden wir von Prof. Dr. Reinhart, dem Präsidenten der Europa-Universität. Der Literaturwissenschaftler würdigte unsere Leistungen in einem Fach, von dem er immer „ganz weit weg war“. Seine Rede endete mit einem Witz, den wir unbedingt zitieren möchten:
„Was ist der Unterschied zwischen einem extrovertierten und einem introvertierten Mathematiker? Ein introvertierter Mathematiker schaut während eines Gesprächs auf seine Zehenspitzen und ein extrovertierter – auf die Zehenspitzen seines Gesprächspartners.“
Dann kam endlich der wichtigste Teil der Olympiade – die Preisverleihung. Die Schüler unserer Schule waren sehr erfolgreich und wurden wie folgt platziert:


Cornelius Fabisch – 3. Preis
Vladislav Maiorov – 2. Preis

 

Vladislav (2. von links) auf dem Siegerpodest mit der Flagge Thüringens und den Talismanen der Mannschaft


Nachdem die Stadt, in der die nächste Olympiade stattfinden wird, uns vorgestellt wurde, konnten wir endlich die achtstündige Reise ins Heim starten.


Text: Vladislav Maiorov

Fotos: Vladislav Maiorov, MO-Verein, Institut für Bildung und Begabung