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🔬🥉 Chemie auf höchstem Niveau: Sacha beim Bundesfinale von „Chemie – die stimmt!“ 🧪✨

Ein herausragender Erfolg für Sacha Lahuta aus der Klasse 10C: Beim Bundesfinale des Schülerwettbewerbs „Chemie – die stimmt!“ in Leipzig erreichte sie den 3. Platz in der Gesamtwertung der Klassenstufe 9/10. In der praktischen Prüfung gelang ihr sogar der Sprung ganz nach vorn: Hier erzielte Sacha die beste Leistung ihrer gesamten Wertungsgruppe.

Damit setzte sie einen beeindruckenden Schlusspunkt unter einen langen Wettbewerbsweg. Bereits bei der Regionalrunde Mitte in Merseburg hatte Sacha mit einem 4. Platz im Theoriewettbewerb der neunten Klassen auf sich aufmerksam gemacht und sich schließlich für das Bundesfinale qualifiziert.

Vom 22. bis 26. September trafen sich dort 38 Finalist*innen aus ganz Deutschland an der Universität Leipzig. Fünf Tage lang drehte sich alles um anspruchsvolle theoretische Aufgaben, experimentelles Arbeiten im Labor und natürlich um den Austausch mit anderen chemiebegeisterten Jugendlichen.

🧠 Der anspruchsvolle Wettbewerb

Wie hoch das Niveau des Wettbewerbs ist, zeigte sich unter anderem bei den praktischen Aufgaben. So mussten die Teilnehmer*innen beispielsweise Koffein aus Grüntee isolieren und anschließend mithilfe der Dünnschichtchromatographie identifizieren. Dabei waren nicht nur fundierte chemische Kenntnisse gefragt, sondern ebenso sorgfältiges Arbeiten, genaue Beobachtung und eine präzise Auswertung der Ergebnisse.

Auch die theoretischen Aufgaben gingen weit über den regulären Schulstoff hinaus. Die Finalist*innen beschäftigten sich unter anderem mit Chrom und seinen unterschiedlichen Oxidationsstufen, analysierten chemische Gleichgewichte und setzten sich mit komplexen Reaktionsabläufen auseinander.

Neben den Klausuren bot die Finalwoche zahlreiche Gelegenheiten, Wissenschaft auch außerhalb des eigentlichen Wettbewerbs zu erleben. Nach einer Sicherheitsunterweisung und der Einführung in die Laborarbeit wurde die Woche durch den Dekan der Fakultät für Chemie und Mineralogie, Prof. Dr. Holger Kohlmann, eröffnet. Eine Experimentalvorlesung und weitere Begegnungen mit Wissenschaftler*innen ergänzten das Programm.

💬 Sacha berichtet

Nach fast einem Jahr seit der ersten Runde war nun die 4. Runde da. Im Bundesfinale habe ich viele interessante Erfahrungen gesammelt und viel Neues gelernt.

Nach der Anreise am 22. September begann es mit einer Sicherheitsbelehrung und ein paar Tipps, wie man im Labor arbeitet. Das war allerdings gar nicht langweilig – wir durften Feuerlöscher ausprobieren und haben sehr viele Techniken im Labor geübt.

Das alles war nicht ohne Grund, denn am nächsten Tag fanden die einstündige Multiple-Choice-Klausur und die 4,5-stündige praktische Klausur statt. Im Labor gab es eine Säure-Base-Titration, die Extraktion von Koffein aus Grüntee und die Herstellung des Farbstoffs Indigo. Alle drei Experimente waren mir schon bekannt, weshalb ich sie nicht schwer fand. Trotzdem war die Zeit knapp – (fast) niemand hat alles geschafft. Natürlich wurden wir dann mit leckerem Essen belohnt – was insgeheim der Grund ist, warum ich Wettbewerbe mag.

Am Donnerstag konnten wir uns ein bisschen entspannen – wir durften ein Institut für Troposphärenforschung besuchen und hatten eine Orgel- und Kirchenführung. Da ich mich auch für Musik interessiere, war das für mich sehr spannend.

Aber man kann nicht nur etwas Entspanntes machen, die theoretische Klausur schreibt sich ja nicht selbst. Am Freitag kam endlich die Zeit zum Abmarsch zur chemischen Fakultät. Das war ein sehr wichtiger Tag, da die Klausur eine Gewichtung von 55 % hatte und die Aufgaben sehr anspruchsvoll waren. Danach kam die „Belohnung“ – eine Paddeltour. Für viele von uns war das die erste Erfahrung dieser Art, und zum Glück wurde niemand nass.

Langsam versammelten sich alle Eltern und Lehrer:innen – so fing der Samstag an. Nach dem Festvortrag um 9 Uhr fand anschließend die lang erwartete Siegerehrung statt. Zu meiner großen Überraschung konnte ich eine gute Platzierung erreichen – 3. Platz in der Gesamtwertung und 1. Platz in der Praxisklausur. Nun habe ich das Ziel, nächstes Jahr mindestens genauso gut abzuschneiden!



🏆  Erfolge über den Wettbewerb hinaus

Sachas Erfolg reiht sich zugleich in zahlreiche starke Wettbewerbsergebnisse unserer Schüler*innen im naturwissenschaftlichen Bereich ein. Auch bei „Chemie – die stimmt!“ war das Carl-Zeiss-Gymnasium bereits in den vorherigen Runden vertreten. Mit Leopold Hammer, der 2026 die vierte und letzte nationale Auswahlrunde der Internationalen ChemieOlympiade erreichte, konnte unsere Schule in diesem Jahr zudem bereits einen weiteren großen Erfolg im Fach Chemie feiern.

„Chemie – die stimmt!“ richtet sich an Schüler*innen der Klassenstufen 8 bis 10 und führt in mehreren Wettbewerbsrunden bis zum Bundesfinale. Ziel ist es, junge Menschen früh für Chemie zu begeistern, besondere Begabungen zu fördern und den Austausch mit Gleichgesinnten zu ermöglichen. Gleichzeitig bildet der Wettbewerb eine wichtige Brücke zur Internationalen ChemieOlympiade.

👏 Gratulation

Liebe Sacha, wir gratulieren dir ganz herzlich zu diesem außergewöhnlichen Ergebnis! Der dritte Platz im Bundesfinale und besonders dein Sieg in der Praxiswertung sind eine starke Leistung, auf die du wirklich stolz sein kannst. Wir freuen uns sehr mit dir und sind gespannt, welche Herausforderungen du als Nächstes angehst.

🔗 https://www.otz.de/lokales/jena/article413274865/schuelerin-aus-jena-gehoert-zu-den-besten-nachwuchschemikerinnen-deutschlands.html
🔗 https://www.jenatv.de/mediathek/85988/Jenaerin_gewinnt_Praxiswertung_beim_Chemie_Bundesfinale.html

📸 Textgrundlage & Fotos: Jan Bandemer