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🔬🥉 Chemie auf höchstem Niveau: Sacha beim Bundesfinale von „Chemie – die stimmt!“ 🧪✨

Jena/Leipzig, 26. September 2026. Großer Erfolg für das Carl-Zeiss-Gymnasium Jena: Sacha Lahuta hat beim Bundesfinale des Schülerwettbewerbs „Chemie – die stimmt!“ in Leipzig den dritten Platz in der Gesamtwertung der Klassenstufe 9/10erreicht. In der praktischen Prüfung setzte sie sich sogar gegen die gesamte Konkurrenz ihrer Wertungsgruppe durch und belegte Platz eins in der Praxiswertung. Damit gehört die Jenaer Schülerin zu den erfolgreichsten Nachwuchschemikerinnen Deutschlands in ihrem Jahrgang.

Der Weg nach Leipzig war lang. Bei der Regionalrunde Mitte in Merseburg hatte Sacha zunächst den vierten Platz im Theoriewettbewerb der neunten Klassen erreicht. Weil sie dabei bundesweit zu den punktbesten Teilnehmenden gehörte, schaffte sie den Sprung ins Bundesfinale. Dort gelang ihr nun der nächste große Schritt: Platz drei insgesamt und die beste praktische Leistung ihrer Altersklasse.

Wie anspruchsvoll diese Auszeichnung ist, zeigt ein Blick auf die Aufgaben. In einer der praktischen Prüfungen mussten die Jugendlichen Koffein aus Grüntee isolieren und anschließend mithilfe der Dünnschichtchromatographie identifizieren. Als Vergleichsprobe diente Koffein aus einer Tablette. Gefordert waren damit nicht nur theoretisches Wissen, sondern sauberes experimentelles Arbeiten, Beobachtungsgabe und eine präzise Auswertung.

Auch die Theorie ging deutlich über gewöhnlichen Schulstoff hinaus. Eine Aufgabe beschäftigte sich beispielsweise mit Chrom und seinen unterschiedlichen Oxidationsstufen. Die Finalistinnen und Finalisten mussten Reaktionen von Chromat und Dichromat erklären, Strukturfragen beantworten und chemische Gleichgewichte analysieren.

Zu den Laudatoren zählte auch der Ilmenauer Prof. Dr. Ronny Maik Leder, der als Leiter des Naturkundmuseums mit den Neubau des Museums für eines der größten sächsischen Bauprojekte verantwortlich ist.

Fünf Tage Chemie in Leipzig

Sacha gehörte zu den 38 Bundesfinalistinnen und Bundesfinalisten, die sich in mehreren Wettbewerbsstufen bis ins Bundesfinale vorgearbeitet hatten. Vom 22. bis 26. September verbrachten sie fünf Tage an der Universität Leipzig. Bereits zum Auftakt erhielten die Jugendlichen an der Fakultät für Chemie eine Sicherheitsunterweisung und Einführung in das praktische Arbeiten. Anschließend eröffnete Fakultätsdekan Prof. Dr. Holger Kohlmann die Finalwoche; eine Experimentalvorlesung bildete den wissenschaftlichen Auftakt.

Neben Theorie- und Praxisklausuren gehörten auch Begegnungen mit Wissenschaft und anderen chemiebegeisterten Jugendlichen zum Programm. Gerade dieser Austausch ist ein wichtiger Bestandteil von „Chemie – die stimmt!“: Die Teilnehmenden verbringen mehrere Tage gemeinsam, arbeiten im Labor und treffen Gleichgesinnte aus ganz Deutschland.

Carl-Zeiss-Gymnasium mit starker Wettbewerbsbilanz

Der Erfolg fügt sich in eine Reihe starker naturwissenschaftlicher Ergebnisse des Carl-Zeiss-Gymnasiums ein. Bereits bei der Regionalrunde Mitte wurde die Schule durch Sacha Lahuta und Emilian Drewitz vertreten. Auch auf dem Weg zur Internationalen ChemieOlympiade ist das Gymnasium regelmäßig erfolgreich: Leopold Hammer erreichte 2026 die vierte und letzte nationale Auswahlrunde der Internationalen ChemieOlympiade und gehörte damit zu den 15 besten Nachwuchschemikern Deutschlands.

Sacha selbst besucht am Carl-Zeiss-Gymnasium die Klasse 9c. Bereits vor dem Bundesfinale hatte die Schule ihre Leistungen besonders hervorgehoben und sie unter anderem für die Qualifikation zum Bundesfinale von „Chemie – die stimmt!“ ausgezeichnet.

Organisiert wird der Wettbewerb vom Förderverein Chemie-Olympiade e.V. „Chemie – die stimmt!“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10 und soll frühzeitig besondere Begabungen für Chemie entdecken und fördern. Die höheren Wettbewerbsrunden bereiten zugleich auf das Auswahlverfahren zur Internationalen ChemieOlympiade vor.

Mit dem dritten Platz im Bundesfinale und dem Sieg in der Praxiswertung hat Sacha Lahuta nun gezeigt, dass sie nicht nur theoretisch zu den Besten ihres Jahrgangs gehört, sondern insbesondere auch im Labor bundesweit ganz vorne liegt.

„Chemie – die stimmt!“ – Talente früh entdecken

„Chemie – die stimmt!“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I und führt in vier aufeinander aufbauenden Wettbewerbsrunden von einem breiten Einstieg an Schulen bis zum Bundesfinale in Leipzig. Seit der Saison 2016/17 wird die bundesweite Finalrunde jährlich in Leipzig ausgetragen. Ab den höheren Runden stehen neben theoretischen Klausuren auch anspruchsvolle Laboraufgaben auf dem Programm.

Der Wettbewerb verbindet dabei Breiten- und Spitzenförderung. Jugendliche sollen frühzeitig für Chemie begeistert, besondere Begabungen erkannt und Gleichgesinnte miteinander vernetzt werden. Gleichzeitig bildet CDS eine wichtige Brücke zum Auswahlverfahren der Internationalen Chemie-Olympiade. Die Gesellschaft Deutscher Chemiker bezeichnete „Chemie – die stimmt!“ Anfang 2026 als einen zentralen Baustein der chemischen Nachwuchsförderung in Deutschland und hob insbesondere die Arbeit des Fördervereins Chemie-Olympiade hervor.

Wertungsklasse 9/10: 1. Bektur Janoff, Hildegard-Wegscheider-Gymnasium Berlin; 2. Lukas Yuchen Zhang, Helmholtz-Gymnasium Karlsruhe; 3. Sacha Lahuta, Carl-Zeiss-Gymnasium Jena; 4. Luke Adam, Werner-von-Siemens-Gymnasium Magdeburg; 5. Valentin Kusch, Max-Steenbeck-Gymnasium Cottbus; 6. Linus Brunschen, Humboldt-Gymnasium Potsdam.

Wertungsklasse 10/11: 1. Simon Jordan, Gymnasium München Moosach; 2. Victoria Desch, Domgymnasium Verden; 3. Martin Könnicke, Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium Dresden; 4. Vatsal Yadav, Robert-Mayer-Gymnasium Heilbronn; 5. Nora Louise Stoppel, Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium Dresden; 6. Nils Sturm, Georg-Cantor-Gymnasium Halle (Saale).

Zur vollständigen Liste aller Siegerinnen und Sieger: https://www.chemie-die-stimmt.de/preistr%C3%A4ger-preise/4-runde-2025-26/
Zur vollständigen Liste aller Bundesfinalisten: https://www.chemie-die-stimmt.de/preistr%C3%A4ger-preise/3-runde-2025-26/


Text und Fotos: Jan Bandemer