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⏳🕯️Geschichte vor Ort – Besuch der Gedenkstätte Buchenwald 🕊️🎓

Auch in diesem Jahr besuchten die zehnten Klassen des Carl-Zeiss-Gymnasium Jena im Rahmen des Geschichtsunterrichts die Gedenkstätte Buchenwald. Ziel der Exkursion war es, sich intensiv mit den nationalsozialistischen Verbrechen auseinanderzusetzen und Geschichte nicht nur aus dem Schulbuch, sondern an einem authentischen Ort zu erfahren.

Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von engagierten Mitarbeiter*innen der Gedenkstätte, die mit großer Sachkenntnis und Einfühlungsvermögen durch das weitläufige Gelände führten. Aufgrund der Größe des ehemaligen Konzentrationslagers konnten zwar nur ausgewählte Bereiche besichtigt werden, doch diese hinterließen einen nachhaltigen Eindruck: Unter anderem standen das Krematorium, nachgebaute Wachtürme, ehemalige Arztzimmer, ein Museum sowie der sogenannte Privatzoo der SS-Soldaten auf dem Programm.

Wie eindrücklich dieser Besuch war, beschreibt Agatha aus der 10. Klasse in ihrem persönlichen Bericht:

„277800. Dies ist die Anzahl der Häftlinge, die im Konzentrationslager Buchenwald bis auf die Knochen schuften mussten. Unter ihnen gab es über 30.000 Minderjährige, Jugendliche so alt wie wir. Um niemals die deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg zu vergessen, besuchten die zehnten Klassen im Rahmen des Geschichtsunterrichts am 6. Januar 2026 das berüchtigte Konzentrationslager.
Begleitet wurden wir von drei wunderbaren Mitarbeiter*innen der heutigen Gedenkstätte, die uns zahlreiche interessante, aber auch viele grausame Fakten erzählten. Allerdings konnten wir wegen der gigantischen Größe des KZs nur einen kleinen Teil anschauen. Wir besuchten das Krematorium, den Privatzoo der SS-Soldaten, die nachgebauten Wachtürme, Arztzimmer und ein Museum.
Vieles war zerstört und zerfallen, aber trotz der vielen Jahre konnte man immer noch den Tod, der an jedem Stein klebte, fühlen. Man las die Biografien der Ermordeten und Überlebenden, und plötzlich waren sie mehr als nur Zahlen.
Am Ende bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass jede*r mindestens einmal in seinem oder ihrem Leben ein KZ besuchen sollte. Schließlich ist das Gefühl, dort zu sein, viel beeindruckender als die Bilder.“

Der Besuch der Gedenkstätte Buchenwald hat vielen Schüler*innen eindrücklich vor Augen geführt, welche Verantwortung mit dem Erinnern verbunden ist. Solche Exkursionen leisten einen wichtigen Beitrag zur historisch-politischen Bildung und stärken das Bewusstsein dafür, warum Erinnerung, Aufklärung und Zivilcourage auch heute unverzichtbar sind.

📝 Agatha Matveev 📸 Selin Zeynalli