Zum Inhalt springen

📖🕯️ Gegen das Vergessen – unsere 10. Klassen besuchen die Gedenkstätte Buchenwald 💭🕊️

Geschichte nicht nur aus Schulbüchern kennenlernen, sondern sich dort mit ihr auseinandersetzen, wo sie stattgefunden hat: Am 26. Oktober 2026 besuchten die 10. Klassen des Carl-Zeiss-Gymnasiums die Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar. Die Exkursion bot den Schüler*innen die Gelegenheit, sich intensiver mit der Geschichte des Nationalsozialismus, der nationalsozialistischen Verfolgung und den Schicksalen der Menschen auseinanderzusetzen, die im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert waren.

Der Besuch der Gedenkstätte gehört seit vielen Jahren zum festen Bestandteil unserer historisch-politischen Bildungsarbeit. Traditionell fahren unsere 10. Klassen im ersten Schulhalbjahr nach Buchenwald, um die im Geschichtsunterricht erworbenen Kenntnisse zu vertiefen und sich mit den Verbrechen des Nationalsozialismus an einem historischen Ort auseinanderzusetzen.

Zwischen bedrückenden Eindrücken und neuen Erkenntnissen
Wie unterschiedlich die Eindrücke eines solchen Besuchs sein können, beschreibt Leonie aus der Klasse 10B in ihrem Rückblick. Zu Beginn habe sich bei vielen ein mulmiges Gefühl eingestellt. Die anschaulich gestalteten Führungen und Workshops halfen den Schüler*innen jedoch, sich dem historischen Ort und seiner Geschichte anzunähern. Dabei bot sich viel Raum für Fragen, neue Erkenntnisse und persönliche Eindrücke.

🎨 KI-generiert mit ChatGPT (OpenAI), 2026.

Der Rundgang führte die Schüler*innen unter anderem an den ehemaligen Hundezwingern vorbei, durch den Arrestbereich des Lagers und schließlich zur Dauerausstellung, die sie anschließend eigenständig erkunden konnten. Auf zwei Etagen bot das Museum zahlreiche Möglichkeiten, sich mit der Geschichte des Konzentrationslagers, den Lebensbedingungen der Häftlinge und den individuellen Schicksalen der Verfolgten zu beschäftigen.

🎨 KI-generiert mit ChatGPT (OpenAI), 2026.

Besonders eindrücklich war für viele, wie umfangreich und vielschichtig die Geschichte des Konzentrationslagers Buchenwald ist. Die Führungen beantworteten zahlreiche Fragen, warfen aber auch neue auf. Vor allem wurde deutlich, dass die Begegnung mit historischen Orten eine andere Form der Auseinandersetzung ermöglicht, als es der Unterricht allein leisten kann.

Leonie fasst ihre Eindrücke schließlich so zusammen: „Es war ein wirklich spannender und lehrreicher Ausflug, der uns alle zum Nachdenken gebracht und uns neues Wissen vermittelt hat.“

🎨 KI-generiert mit ChatGPT (OpenAI), 2026.

Erinnerungskultur am CZG – auch über den Unterricht hinaus
Die Exkursion nach Buchenwald steht am Carl-Zeiss-Gymnasium nicht für sich allein. Sie ist Teil unserer kontinuierlichen Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit und der Frage, welche Verantwortung sich daraus für unsere Gegenwart ergibt.

Dazu gehört auch unsere Beteiligung am „Klang der Stolpersteine“, den Schüler*innen und Lehrkräfte des CZG seit 2021 mit eigenen Beiträgen gestalten. In den vergangenen Jahren beschäftigten sich unsere Projektgruppen unter anderem mit der nationalsozialistischen „Kinder-Euthanasie“ sowie mit dem letzten Todesmarsch aus dem Konzentrationslager Buchenwald und den Schicksalen einzelner Überlebender, darunter Robert Büchler.

In diesem Jahr widmet sich unsere Projekt-AG dem Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) und dessen Wurzeln in Jena. Die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentieren die Schüler*innen am 9. November 2026 um 17:30 Uhr auf dem Enver-Şimşek-Platz in Jena-Winzerla im Rahmen des „Klangs der Stolpersteine“. Dazu laden wir unsere Schulgemeinschaft und alle Interessierten herzlich ein.

Weitere Informationen zum Projekt und zur Veranstaltung findet ihr in unserem bereits veröffentlichten Beitrag „Auf den Spuren des NSU in Jena-Winzerla“.

Verwendestes Bild: © picture alliance/dpa, Frank Doebert.