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Phantastische Tierwesen und Kräuterkunde – CZG in Hogwarts –

Helene Schweder (11) und Tobias Grün (11) beim IBO-Landesseminar in Meißen

Vom 23. – 25.01.2026 fand das IBO-Landesseminar Sachsen / Thüringen in Meißen statt. Dort trafen sich 13 Schüler:innen beider Bundesländer, die sich für die 3. Runde der IBO qualifiziert hatten (oder die Qualifikation knapp verpassten), für ein gemeinsames Trainingswochenende. Dieses bestand aus Seminaren und Workshops zu verschiedensten Bereichen der Biologie:

Am Freitag Nachmittag stiegen wir hinauf zum Landesgymnasium Sankt Afra. Doch anstatt Zaubertränke mit Professor Snape zu kochen, extrahierten wir mit Dr. Christian Feller eDNA (environmental DNA), also DNA aus der Umwelt. Unsere Proben stammten aus Meißner Gewässern und die extrahierte eDNA wird nun im Rahmen des Citizen-Science-Projektes GewässerCampuseDNA mittels PCR amplifiziert und auf dasVorkommen bestimmter Arten in den Gewässern analysiert.

Als es schon längst dunkel war, erklärte uns Jan Bandemer in der gemütlichen Cafeteria von St. Afra in einem fesselnden Vortrag, welche Eigenschaften Lord Voldemort mit Krebszellen gemeinsam hat, und welche onkologischen (krebswissenschaftlichen) Bezüge J.K. Rowling sonst noch in Harry Potter versteckt hat. Wie in Verteidigung gegen die dunklen Künste erfuhren wir dabei auch, was gegen Krebs getan werden kann. Vor diesem Hintergrund erschienen dann der Meißener Dom und die Augustusburg auf dem nächtlichen Heimweg umso zauberhafter.

Am nächsten Tag fanden die Seminare im Franziskaneum Meißen statt. Am Vormittag beschäftigten wir uns mit Kräuterkunde. Christoph Doktor schlüpfte in die Rolle von Pomona Sprout und übte mit uns das Schneiden und Anfärben verschiedenster Pflanzenteile sowie die Dünnschichtchromatographie. Wir fanden heraus, welche Pflanze welche mikroskopischen Merkmale aufweist, welche Farbstoffe in einem Blatt Spinat vorkommen und wo der Duft im Rosmarin steckt: Im pilzförmigen Drüsenhaar (siehe Foto).

Der Nachmittag war dann geprägt von den fantastischen Tierwesen. Unser Hagrid hieß Wolfgang Beier und hatte statt knallrüpfiger Kröter allerlei Käfer dabei. Bewaffnet mit Bestimmungsschlüsseln und Binokularen lernten wir die wichtigsten Merkmale zur Insektenbestimmung und erfuhren, warum zu einer Insektensammlung immer eine ordentlich geführte Zettelsammlung gehört. Anschließend unternahmen wir einen Ausflug in die Gehirnkammer der Mysteriumsabteilung, denn Elvira Terne entführte uns in die Welt der Neurobiologie und Neurotoxine.

Am nächsten Morgen stand Arithmantik bei Elvira Terne, anstatt bei Professor Vektor, auch bekannt als Statistik oder Biomathematik, auf unserem Stundenplan, wo wir uns in mathematischen Feinheiten und langen Formeln verirrten.

Den Abschluss bildete am Sonntag ein Seminar mit Juliane Karich als Professor McGonagall über Verwandlung (der DNA), also zur Epigenetik. Jetzt wissen wir, wie verheerend zusätzliche oder fehlende Methyl- oder Acetylgruppen sein können, dass DNA alleine nicht alles ist und dass Lego wirklich universell einsetzbar ist – auch um Epigenetik zu verstehen.

Bei gemeinsamen Spaziergängen, Mahlzeiten und der Suche nach den Heizschleifen der Fußbodenheizung gab es natürlich auch abseits der Biologie viel Spaß und Austausch untereinander.

Ein großer Dank für dieses inspirierende Wochenende geht an die Organisatorin Carola Damme vom Franziskaneum, die Landesbeauftragte der IBO Sachsen, und natürlich an alle Referent:innen!
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Du möchtest auch mal dabei sein? Dann…

  1. Stürze dich unerschrocken und selbstbewusst in die Klausur der 2. IBO-Runde und gehöre zu den 6 Besten Thüringens.
  2. Löse die neuen IBO-Aufgaben. Du findest sie ab April im Bioflur und hier: Homepage.

Text und Fotos: Helene Schweder, Tobias Grün und Katrin Hoppe