Eine Woche lang wurde getanzt, musiziert, gespielt, ausprobiert, verworfen und neu gedacht. Am Freitagabend war es dann so weit: Unter dem Titel „Rund um die Welt“ feierte das Kulturpraktikum der 11. Klassen seinen großen Abschluss. Die Turnhalle war bis auf den letzten Platz gefüllt – mit Eltern, Geschwistern, Lehrkräften, Schüler*innen und weiteren Gästen, die erleben wollten, was in nur wenigen Tagen intensiver Workshoparbeit entstanden war.
🎤 Den Auftakt machte die KuPra-Band ATM. Schon mit den ersten Tönen wurde deutlich, auf welchem musikalischen Niveau sich die Band in dieser Woche zusammengefunden hatte. Starke Stimmen und ein beeindruckendes Zusammenspiel sorgten gleich zu Beginn für große Begeisterung im Publikum.



📺 Durch den Abend führten anschließend die Nachrichten von KuPra-TV. Rita und Emil übernahmen die Moderation und bildeten damit den roten Faden der Veranstaltung. Neben den „Schlagzeilen der Woche“ und Rückblicken auf die vergangenen KuPra-Tage kündigten sie immer wieder die nächsten Programmpunkte an. Die Dokumentationsgruppe hatte während der gesamten Woche die Workshops begleitet. In kurzen Trailern besuchten die Außenreporter*innen die einzelnen Gruppen, sprachen mit Workshopleiter*innen und Teilnehmer*innen und hielten deren Arbeitsprozess fest. So konnten auch die Zuschauer*innen nachvollziehen, wie aus ersten Ideen innerhalb weniger Tage die Aufführungen des Abends entstanden waren.
💃 Mit ihrem ersten „World Wide Dance“ nahm die Tanzgruppe das Publikum anschließend tatsächlich mit auf eine Reise auf verschiedene Kontinente. Für ihren zweiten Auftritt hatten die Schüler*innen selbst eine Choreografie entwickelt – zu einem Lied, das fest zum diesjährigen KuPra gehörte: „Einmal um die Welt“ von CRO, dem KuPra-Song 2026. Diesen spielte die KuPra-Band live, während die Tanzgruppe dazu auf der Bühne performte.


🎹 Auch musikalisch zog sich das Thema des Abends durch das Programm. Mit Liedern wie „No Roots“ von Alice Merton oder „On Top of the World“ von Imagine Dragons griff die Band immer wieder Fragen nach Heimat, Wurzeln, Aufbruch und dem eigenen Platz in der Welt auf.


🎭 Dass „Rund um die Welt“ weit mehr bedeutete als eine geografische Reise, zeigte die Theatergruppe mit ihrem Stück „Reise mit Nebenwirkungen“. Auf figurative und zugleich nachdenkliche Weise beschäftigten sich die Schüler*innen unter anderem mit den Folgen des Klimawandels und damit, welchen Einfluss menschliches Verhalten auf unsere Umwelt hat. Dabei blieb es jedoch nicht bei der Kritik: Das Stück zeigte auch Möglichkeiten auf, wie Natur und gesellschaftliches Miteinander besser geschützt werden können.



🤡 Einen ganz anderen Zugang zu einem gesellschaftskritischen Thema fand die Clownerie-Gruppe. Im Mittelpunkt ihrer Aufführung standen Kleidung, Konsum und unser teilweise verschwenderischer Umgang damit. Mit viel Spielfreude, starken schauspielerischen Momenten und jeder Menge Humor gelang es der Gruppe, ein ernstes Thema auf die Bühne zu bringen – und gleichzeitig für viele Lacher in der Turnhalle zu sorgen.



⭕ Auch die Hula-Hoop-Gruppe nahm das Motto des Abends wörtlich. Ihre Show „Around the World“ führte das Publikum mit unterschiedlichen Klängen und Choreografien über mehrere Kontinente. Was dabei besonders beeindruckte: Viele der Schüler*innen hatten zu Beginn der Woche kaum oder gar keine Erfahrung mit dem Hula-Hoop. Am Freitag standen sie mit einer gemeinsamen Show auf der Bühne, die zeigte, was innerhalb weniger Tage entstehen kann, wenn man sich auf etwas Neues einlässt.


Genau darin liegt eine der besonderen Seiten des Kulturpraktikums: Schüler*innen entdecken Fähigkeiten, die im normalen Schulalltag vielleicht verborgen bleiben. Sie probieren Neues aus, müssen sich aufeinander verlassen und wachsen über sich hinaus.
Dass bei all den nachdenklichen Momenten auch der Spaß nicht zu kurz kam, dafür sorgte immer wieder KuPra-TV. So präsentierte der Wetterfrosch das aktuelle Wetter stilecht auf seiner „Wetterleiter“. Und in Anlehnung an die Verkündung des Jugendwortes des Jahres wurde auch das KuPra-Wort der Woche gekürt: „Arbeitszeitbetrug“. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt.


Zum Abschluss kam schließlich noch einmal der KuPra-Song zurück: „Einmal um die Welt“. Am Ende sang die ganze Turnhalle mit. Die ausgelassene Stimmung zeigte, dass in diesen Tagen nicht nur fünf verschiedene Workshopgruppen entstanden waren. Auch der gesamte Jahrgang war ein Stück weiter zusammengewachsen.

Das Kulturpraktikum fand in diesem Jahr bereits zum 27. Mal statt. Was einst von unserer ehemaligen Schulleiterin Ilona Schiek ins Leben gerufen wurde, ist heute eine feste Tradition am CZG und der Freitagabend hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll diese für unsere Schüler*innen ist.
Ein großes Dankeschön gilt allen Workshopleiter*innen – Bea Glombitza, Felix Käppner, Martina Sauerbrey, Julius Stammler, Mandy Strecker, Sonja Theindel – sowie den Verantwortlichen für Kultur am CZG – Dr. Katharina Muth, Christiane Noack und Nicole Planer – die die Schüler*innen durch diese intensive Woche begleitet, sie ermutigt und gemeinsam mit ihnen diese Aufführungen möglich gemacht haben. Und natürlich ein ebenso großes Dankeschön an alle Schüler*innen der 11. Klassen, die sich auf diese besondere Woche eingelassen und „Rund um die Welt“ auf die Bühne gebracht haben.
📸 Julius Stammler